Präventionskampagne „Fair-Play“ für Kund*innen von Sexarbeiter*innen online

Anlässlich des Internationalen Sexworkers‘ Day am 2. Juni startete die landesweite Präventionskampagne „Fair Play“des Arbeitskreises Sexarbeit Saarland.

Grundsätzlich gilt es in der Sexarbeit Bedingungen zu schaffen, unter denen selbstbestimmte Sexarbeit zwischen erwachsenen Menschen in einem sicheren, für alle Beteiligten akzeptierbaren Rahmen stattfinden kann. Um dies zu erreichen, sollen neben den Sexarbeitenden auch deren Kund*innen angesprochen und eingebunden werden. Die Kampagne zielt darauf ab einen wertschätzenden Blick auf Sexarbeit sowie ein akzeptierendes Miteinander zu fördern. Gleichzeitig soll für Anzeichen auf Gewalt, Zwang und Ausbeutung sensibilisiert werden, sowie Handlungsmöglichkeiten und entsprechende Anlaufstellen vermittelt werden.

Darüber hinaus werden Kund*innen über Safer Sex, Testangebote und rechtliche Rahmenbedingungen informiert. Die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Sexarbeit kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten Verantwortung übernehmen und informiert handeln. Kunden*innen sollen vorurteilsfrei über ihre Rechte aber auch über ihre Verantwortung informiert werden. Satt sie als Täter zu verurteilen, sieht die Kampagne sie als Partner*innen in der Verbesserung der Bedingungen in der Sexarbeit für alle Beteiligten.

Alle Informationen der Kampagne sind zentral unter www.regionalverband.de/fair-play abrufbar. Ergänzend machen Plakate und Flyer in Prostitutionsbetrieben sowie 5.000 Kondome, die kostenlos ausgegeben werden, auf das Informationsangebot aufmerksam. Unsere Mitarbeiterinnen werden diese im Rahmen der saarlandweiten Aufsuchenden Arbeit verteilen.

Der Arbeitskreis Sexarbeit Saarland vereint verschiedene Fachstellen und Behörden, die sich gemeinsam für Gesundheitsschutz, Prävention und die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden einsetzen. Zu den Mitgliedern gehören ALDONA e.V., die Aidshilfe Saar, das Drogenhilfezentrum Saarbrücken, die Landespolizeidirektion, die Polizeiinspektion Saarbrücken sowie das Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken.

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