Die saarländischen Fachberatungsstellen für Sexarbeitende – Aidshilfe Saar e.V., ALDONA e.V. und der Drogenhilfe Saarbrücken gGmbH – laden in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Saarbrücken sowie dem Frauenrat Saarland e.V. zu einer öffentlichen Fachveranstaltung ein.
Unter dem Titel „Fünf Jahre Prostituiertenschutzgesetz: Einblicke, Einordnungen und Empfehlungen aus Forschung und Praxis“ findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 18:00 Uhr im Johannes-Foyer (Ursulinenstr. 67, 66111 Saarbrücken) ein Informationsabend statt. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Staatssekretärin Bettina Altesleben und wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit gefördert.
Das Prostituiertenschutzgesetz ist im Jahr 2017 mit dem Ziel in Kraft getreten, den Schutz von Menschen in der Sexarbeit – insbesondere im Hinblick auf Selbstbestimmung, Sicherheit und Gesundheit – zu verbessern. Die im Gesetz vorgesehene Evaluation, die fünf Jahre nach Inkrafttreten durchzuführen war, wurde vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. umgesetzt und basiert auf einer umfassenden empirischen Untersuchung: Mehr als 2.300 Sexarbeiter*innen, 3.400 Kund*innen, rund 800 Mitarbeiter*innen aus Behörden sowie 280 Betreiber*innen von Prostitutionsstätten befragt.
Prof. Dr. Tillmann Bartsch vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. wird in seinem Vortrag die zentralen Ergebnisse der Evaluation vorstellen. Im anschließenden Podiumsgespräch werden diese unter seiner Beteiligung sowie der von Silke Klumb (Deutsche Aidshilfe e.V.), Sarah Schwarze (Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.) sowie Johanna Weber (Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V.) aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven eingeordnet und diskutiert. Empfehlungen zur eine Weiterentwicklung des Gesetzes und der praktischen Arbeit werden aufgezeigt. Eine offene Austauschrunde bietet im Anschluss die Möglichkeit, mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen und eigene Fragen einzubringen.
Die Veranstaltung wird von einem Awareness-Konzept begleitet, das einen respektvollen, diskriminierungsfreien und sensiblen Austausch ermöglichen soll. Ansprechpersonen stehen den Teilnehmenden während der gesamten Veranstaltung zur Verfügung.
Es wird um Anmeldung bis zum 28.02.2026 über alexander.kuhn@aidshilfesaar.de gebeten.
Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.

